22. September 2011

Kaffeepause

Im Moment haben wir ja (noch) das Glück von sonnenverwöhnten, nicht all zu frischen Nachmittagen. Was gibt es da schöneres, als sich nach einem harten Arbeitstag mit einem lecker Tässchen Kaffee und einem knusprigen Knusperkeks auf die Lieblingsterassenbank zu setzen und ein bißchen Vitamin D zu tanken?! Herrlich...




Dieses Rezept hätte ich sowieso bald gepostet. Ich backe es schon lange (und meiner Personenwaage zufolge viel zu oft...), wie viele der Rezepte von Smitten Kitchen. Ich hab in den letzten Jahren immer mal wieder ein bißchen dran rumgeschraubt, und jetzt passt es für meinen Geschmack perfekt!

Und nun nutz ich damit auch gleich die Gelegenheit, nach langer Zeit mal wieder bei einem von Zorra´s Blogevents mitzumachen.

Alles Liebe zum Bloggeburtstag Zorra!!!




Diese goldigen Stückchen hab ich letzte Woche für die Kollegen von Herrn V gebacken. Ein paar davon waren mir leider zu Bruch gegangen, weil ich sie zu früh vom Blech scheuchen wollte. Die nicht so ansehnlichen Teile haben dann meine eigenen Kollegen bekommen. Nachdem sie probiert hatten gab es allerdings bitterböse Beschwerden. "Warum kriegen wir nur den Bruch?" und vor allem "Warum sind das bloß so wenige???" Undankbares Pack! ;)

Also, gleich nochmal in die Küche und noch ein paar Bleche gebacken. Das gab mir dann zumindest auch die Gelegenheit, die Zutaten abzuwiegen. Denn dieses Rezept kommt - wie viele, viele, viele meiner Rezepte - aus Amerika. Da ich in den letzten Jahren eine ausgeprägte Cups-Sammelleidenschaft entwickelt hab, ist das für mich zwar kein Problem, aber zum Posten eignen sich dann doch eher Gramm-Angaben. :)

Also los...




Haferflocken-Knusperkekse
ca. 50 Stk.
Quelle: Smitten Kitchen


Zutaten

100 g Mehl
3/4 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
190 g weiche Butter
150 g brauner Zucker
1 Ei Größe L
1 TL Vanilleextrakt
200 g kernige Haferflocken
50 g gehackte Mandeln
120 g gute (!) weiße Schokolade-Drops
(Vollmilch und Zartbitter gehen natürlich auch, je nach Geschmack)
Fleur de Sel





Die weiche Butter, die beiden Zucker und das Vanilleextrakt mit dem Mixer cremig schlagen. Das Ei in die Schüssel schlagen und weitermixen, bis alles gut vermischt ist.
In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen (am besten mit einem Schneebesen, das spart auch das Sieben!). Nun das Mehl zu dem Butter-Zucker-Gemisch geben und nur noch ganz kurz weitermixen, bis alles eben so verbunden ist. Auf keinen Fall zu lange, sonst gibts Klätschekekse!!
Bleibt nur noch, die Haferflocken, die Mandeln und die Schokolade mit einem Spatel oder Kochlöffel einzurühren und alles gleichmäßig zu vermischen.

Aus jeweils ca. 1 EL Teig kleine Kugeln formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und leicht flach drücken. Der Abstand zwischen den einzelnen Keksen sollte (je nach Größe der Teigkugeln) mindestens 8 cm betragen, da sie doch stark auseinanderlaufen!





Als krönenden Abschluss ein paar Flöckchen Fleur de Sel über jeden einzelnen Keks streuen und im auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen für 12 bis 14 Minuten goldbraun backen. Die Kekse werden im Ofen mehrere Stadien durchlaufen. Erst fließen sie ein bißchen auseinander und werden dicker. Dann fließen sie noch mehr auseinander und fangen an leicht zu blubbern. Und in dem Moment, wenn sie dann nicht mehr blubbern sondern quasi "in sich zusammen fallen", sind sie auf den Punkt fertig! :) Aber das is nur ein Tip. Je nach bevorzugter Keks-Konsistenz sollte jeder selbst herausfinden, in welchem Stadium sie aus dem Ofen geholt werden sollten.





Vor dem "Transfer" auf ein Kuchengitter sollte man die Kekse mindestens eine Minute noch auf dem Blech ruhen lassen. Sonst gibt´s wie schon erwähnt Bruch, da sie so heiß noch sehr instabil sind. Am besten klappt das dann mit einem flachen Metallspatel oder einem großen Messer.


Mahlzeit!

12. September 2011

So wollt ich das!!! Torte die Zweite





Ich hatte ja schon erwähnt, dass der zweite Tortenversuch schon in Arbeit war, da Herr V die Tage Geburtstag hatte. 

Und diesmal hat es tatsächlich geklappt. Sie ist Optisch haargenau so geworden, wie ich eigentlich Opa´s Törtchen schon hätte haben wollen. Knubbelfrei und obendrauf schön flach.
Und geschmacklich der absolute Oberhammer!
Gut...am unteren Rand könnte ich noch arbeiten, aber es ist ja auch erst Nr. 2! *g*




Erst hatte ich überlegt, einen lockeren Bisquitboden zu backen. Hab mich dann aber doch für ein Familienrührkuchenrezept entschieden, dass Herrn V schon bei meinen Cake Pops besonders gut geschmeckt hatte.
Die Füllung ist eigentlich Monika´s Himbeer-Joghurt-Creme, bloß mit Erdbeeren. Himmlisch, einfach himmlisch!!





Bei der nächsten Torte mach ich dann auch mal ein paar Bilder von der Entstehung!
Die steht auch schon bald wieder an. Wegen meinigem Geburtstag. Und von einem unserer (männlichen) Freunde gab´s auch schon nen Farbwunsch...rosa...mit weißen Pünktchen... :) Soll er haben!






Rührkuchen
(für diese Torte das Rezept 1,5x backen)

Zutaten
190 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
200 g Mehl
1 Pr. Salz
1 TL Backpulver
1 TL Vanille-Extrakt

Die weiche Butter, den Zucker, die Vanille und das Salz mit dem Mixer cremig rühren. Schon so ein paar Minuten lang. Dann die Eier einzeln dazu geben und nach jeder Zugabe mindestens eine Minute weiterschlagen. Die Masse soll am Ende richtig schön hell und dickcremig sein!
Dann das mit dem Backpulver gemischte Mehl in die Schüssel sieben und mit einem Teigschaber nur kurz unterheben, bis alles gerade eben vermischt ist.
Backen kann man diesen Kuchen in jeder beliebigen Form. Für meine Torte habe ich eine 23 cm Springform genommen. Zum ersten Mal hab ich hier auch Monikas Alu-Zewa-Methode getestet und für sehr gut befunden!!!
Bei 180°C Ober-/Unterhitze für 45-50 Minuten in den Ofen schieben (beim halben Rezept nach 20 Minuten immer mal wieder die Stäbchenprobe machen, hier halbiert sich die Backzeit!)
Kuchen abkühlen lassen und mit Hilfe eines Tortenringes einen 2-3 cm breiten Rand abschneiden (so dass er ganz bleibt). Den dickeren der beiden Kuchen in zwei Tortenböden teilen.





Füllung
Zutaten
250g TK-Erdbeeren
1/2 Päckchen Tortenguss-Pulver
4,5 Blätter Gelatine
150g Joghurt
Saft einer halben Zitrone
200g Schlagsahne
4 EL Zucker
1 Päckchen Sahnesteif

Erdbeeren auftauen lassen und den Saft auffangen. Falls man damit nicht 100ml zusammen bekommt, mit Wasser den Rest auffüllen und die Flüssigkeit mit dem Tortenguss aufkochen. Dann die aufgetauten Früchte unterheben und ganz kurz mitkochen.
Jeweils 2 EL davon auf 2 von den 3 Tortenböden verteilen. Den Rest mit einer Gabel zermatschen, damit keine all zu großen Stücke mehr drin sind.
Joghurt und Zitronensaft mit 2 EL Zucker glatt rühren. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne mit dem anderen Päckchen Sahnesteif und dem restlichen Zucker steif schlagen.
Jetzt die Gelatine in einem kleinen Topf vorsichtig auflösen. Zügig die Erdbeermasse und den Joghurt einrühren und zum Schluss vorsichtig die Sahne unterziehen.





Bauplan
Einen der beiden erdbeerigen Tortenböden auf eine Platte setzen und mit einem Tortenring umschließen. 
Von dem Kuchen mit dem "ganzen" Rezept den abgeschnittenen Rand in den Ring legen. Nun den ersten Schwung Füllung bis zur Oberkante reinlöffeln. Den nächsten erdbeerigen Boden drauflegen und von dem Halbrezeptkuchen den Rand aufsetzen. Wieder bis obenhin füllen und den letzten Boden als Deckel aufsetzen.
Ein Brettchen (oder irgendwas anderes flaches) auf den Kuchen legen, mit einem Teller beschweren und das Ganze über Nacht im Küchlschrank fest werden lassen.





Ganache
Zutaten
200g weiße Schokolade
100g Schlagsahne
Die Schokolade klein hacken und mit der aufgekochten Sahne übergießen. Nach 5 Minuten mit einem Löffel umrühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Zuguterletzt noch ganz kurz mit dem Pürierstab die letzten Schokoklümpchen atomisieren und das Ganze gut verschlossen eine Nacht im Keller lagern. Wer keinen Keller hat - Kühlschrank geht auch, dann aber ca. 1 Stunde vor derr Endfertigung der Torte raus nehmen!




Endspurt

Nachdem mir das Törtchen schon einen willkommenen Grund geliefert hatte, am Geburtstag früher Feierabend zu machen, hat es sich freundlicherweise auch noch super weiterverarbeiten lassen!
Die Ganache kurz aber heftig mit dem Mixer aufgeschlagen...Törtchen damit gleeeeeeichmäßig einstreichen...Fondant wie eine Irre geschmeidig kneten...dünn ausrollen...Törtchen vorsichtig damit zudecken und liebevoll streicheln bis alles glatt ist.
Zum Schluss noch die schon Tage vorher vorbereiteten Sterne aus Blütenpaste mit Zuckerkleber anbringen...fisselige Angelegenheit! Aber es hat sich gelohnt!!
Herr V war höchst begeistert!
Er is ja schließlich auch mein Star! :)






Mahlzeit

5. September 2011

Torte Teil 2

So, bittesehr. 
Da isse.





Rein optisch bin ich total unzufrieden. :) 
Sie hat oben keine gerade Fläche sondern sieht aus wie ein kugelrunder Schneeplanet. Und im Großen und Ganzen arg unkreativ. Aber Opa hat´s gefallen, und das ist die Hauptsache! Meine Cousins fanden sie schon per se prima, weil sie in FC-Farben daher kam! *g*
Wie dem auch sei, mich hat das Äußere nicht überzeugt.

Aber es ist ja nu auch die erste. 
Und zum Glück hat Herr V übermorgen Geburtstag. Die nächste Torte zum üben is also schon in Arbeit.

Geschmacklich war an meinem Erstlingswerk allerdings absolut nix auszusetzen! Die Familie war begeistert!! Und ich erst! :)






Der Kuchen war im Endeffekt ein Schokoladenkuchen von Monika
Irre lecker!! 
Den hab ich so oder so nicht zum letzten Mal gemacht!!! 
Gebacken hab ich ihn in einer runden 23cm Springform. Nach dem Auskühlen wurde er in 3 Böden zerteilt. 
Die Füllung...wieder von Monika, allerdings leicht modifiziert.


Zutaten:

100 ml Sahne
100 gr. Frischkäse (Philadelphia o.ä.)
25 gr. Naturjoghurt 3,5%
1 Sahnesteif
1 EL Vanillezucker
1 EL Zucker

Die Sahne mit dem Vanillezucker und der Hälfte vom Sahnesteif steif schlagen. Den Frischkäse mit dem Joghurt, dem restlichen Sahnesteif und dem Zucker glatt rühren und die Sahne vorsichtig unterheben.

Zum Schluss noch die Ganache, die hab ich einen Tag vor dem Füllen vorbereitet: 
200g gehackte weiße Schokolade mit 100 ml heißer Sahne übergießen, ein paar Minuten stehen lassen und dann glatt rühren. Im Keller über Nacht fest werden lassen.

Einen Tag vor Opa´s Geburtstag hab ich den untersten Boden auf eine Platte gesetzt und eine dünne Schicht Ganache draufgestrichen. Dann mit einem Spritzbeutel eine ordentliche Ladung Pflaumenmus am Rand entlang verteilt und die Mitte mit der Frischkäsefüllung aufgefüllt. Den nächsten Boden drauf und das Ganze nochmal wiederholen. Zum Schluss den letzten Boden aufsetzen, alles einmal vorsichtig andrücken und die Komposition mit der restlichen Ganache einstreichen. Das mit dem "knubbelfrei" üb ich dann auch nochmal...





Am großen Tag  bin ich morgens schön früh aufgestanden um in aller Ruhe den Fondant auf die Torte zu bringen. Das hat soweit auch vollkommen ohne Probleme geklappt. 
Jetzt die Nupsies.... 
Zuckerkleber. Mist. Laut Rezept hätt ich den schon gestern ansetzen müssen, damit er über Nacht quellen kann. F..ck!! 
Egal. Muss so gehen. Also 30 ml heißes Wasser mit 1/4 TL Kukident Haftpulver (ja wirklich!) verrühren, kurz quellen lassen. Nupsies eintunken und auf die Torte setzen. 
Hat gehalten! :)

Ach ja, die Nupsies - oder Blutkörperchen, wie Maja von Moey´s Kitchen sie nannte - waren aus Blütenpaste. Wie ich die genau gemacht hab, würd ich jetzt glatt erklären...weiß aber nicht wie. :) Sollte ich die nochmal machen, werd ich ne Fotostrecke produzieren, versprochen.

Also. Mein Fazit: 
Torten fabrizieren ist ein tolles Hobby und man entwickelt verdammt viel Ehrgeiz dabei! Das wird daher nur die erste von vielen und hoffentlich die schlechteste von allen gewesen sein! :)

2. September 2011

Es gibt so Tage....- Torte Teil 1

Jetzt hatte ich mir das so schön ausgemalt. 

Morgen ist Opa´s 88ster Geburtstag. 
Das ist ja schon was besonderes find ich. Und da sollte es nicht nur ein einfacher Kuchen sein, nein, ne Torte will ich machen. Mal eben so locker flockig aus´m Handgelenk, wie Dani mit ihren süßen, klitzekleinen Blümchen... Und mit den ganzen tollen Anleitungen von Tortentante Monika und all ihren super Tips kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. 

Dachte ich bis eben noch. 
Erst war´s auch nur das übliche geordnete Chaos.





Aber es gibt eben manchemal so Tage, da hab ich förmlich Sch.... an den Fingern. Erst fällt ein Ei kamikazegleich aus dem Kühlschrank. Riesensauerei!






Dann schwappt mir beim Schokoladeschmelzen Wasser in die Schüssel...passiert sonst nie!! 

Der erste Kuchenversuch: ein Reinfall. Am Rezept kann´s kaum gelegen haben. Das war nämlich ebenfalls von Monika. Wer weiß, was ich da mal wieder verbastelt hab...
Er sieht eigentlich super aus (und schmeckt auch prima!!), aber als ich nach dem Abkühlen den Ring der Springform entfernt hab, machte mir der Kuchen mal schnell den sterbenden Schwan... 
Schlechtes Küchenklima vielleicht? Keine Ahnung...






Dann der Fondant. 
Vorgestern hab ich welchen gemacht. Hat eigentlich prima funktioniert. Allerdings hab ich "Billigpuderzucker" genommen und hinterher gelesen, dass eigentlich nur der teure, feine die optimale Konsistenz bringt. 
Aber das war auch ein Satz mit X. Die trockene Krümmelpampe hätt ich in 1.000 Jahren nicht geschmeidig geknetet bekommen. Also, Ablage Mülleimer. Doch den "billigen" nehmen.






Dann erstmal ein Entspannungskaffee auf der Terasse. Meine neue Freundin einweihen. Camille.... Hab ich schonmal erwähnt, dass ich ne fiese Schwäche für Tassen hab? :) Und leider, leider gibt´s in Köln einige Läden, die meine Sucht nur all zu gern befriedigen. Die hier hab ich gestern bei Habitat erstanden. War ein Frustkauf. 
Blöder Arbeitstag = schöne neue Tasse. So einfach ist das!






Der zweite Kuchen dann - nach einem anderen Rezept - haut hin. Wunderbar fluffig!! Wurde schon in 3 Teile zersägt und kühlt sich ein bißchen ab.






Die lustigen Nupsies für die Verzierung hab ich vor ein paar Tagen schon aus Blütenpaste gemacht. In Anlehnung an die schöne Kleinteile-Idee von Dani. 
Auch hier lief nicht alles nach Plan, denn ich hatte zum einfärben nur Pulverfarbe aus dem Supermarkt zur Verfügung, und die war sehr grobkörnig und löste sich in der festen Paste natürlich nur schlecht auf. Aber egal. Für Details ist jetzt keine Zeit mehr.






Gleich werde ich dann noch die gestern vorbereitete Ganache aus dem Keller holen und die Torte mit Frischkäsecreme und Pflaumenmus (Opa´s Liebstes) füllen und einschmieren. Mal sehen, was dabei noch schief geht. :) 


SOLLTE da morgen am Ende tatsächlich etwas vorzeigbares bei rauskommen, werd ich die Bilder und Rezepte selbstverständlich nachreichen. 
Sollte nicht.....habt ihr das hier niemals gelesen!!!

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