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1. Januar 2012

Neujahrskranz

So, das wäre geschafft. 2011 ist Vergangenheit. Jetzt freu ich mich auf 2012! 
Einen meiner guten Vorsätze - wieder mehr zu bloggen - werde ich heute schonmal angehen. Und zwar mit unserem alljährlichen Neujahrskranz. 
Bei 15°C Außentemperatur hätten wir den fast schon draußen auf der Terasse gegessen! :)

Das Rezept? Ausnahmweise wiedermal von mir. Da hab ich mir das Grundrezept von Mama im Laufe der Jahre so lange verbastelt, bis der für mich und meinen Mann perfekte Weck-Teig dabei rum kam. Den gibt´s bei uns auch nicht nur zu Neujahr!

Die eine Hälfte wurde heut garniert mit Hagelzucker für einen lieben Gast und die andere ohne, für den Herrn des Hauses, der da eher puristisch veranlagt ist. 






Neujahrskranz

Zutaten

500g Mehl (550er)
250 ml Milch
70g gute Butter, in mehreren Flöckchen
70g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe (alternativ 1 Pkt. Trockenhefe...frische hat aber viel mehr Yammyamm!!)
1/2 TL Salz
1 Ei
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote






Das Mehl mit dem Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Milch mit der Butter, dem Zucker und dem Vanillemark in einem kleinen Topf oder alternativ in der Mikrowelle auf lauwarme temperatur bringen. Nur so warm, dass die Butter beginnt, sich aufzulösen.
Eine Kuhle in das Mehl drücken und die Milchmischung hineingießen. Jetzt die Hefe reinkrümeln und mit einer Gabel grob umrühren. Das ganze ein paar Minuten stehen lassen. Als letztes das Ei in die Schüssel schlagen und mit den Knethaken des Handrührers mindestens 5 Minuten lang gut kneten.

Den Teig an einem warmen Ort 2 Stunden gehen lassen. Dann kann man ihn weiterverarbeiten, wie man gerade lustig ist. Hier nur ein paar Möglichkeiten:

- eine lange Rolle formen und in eine gefettete und gemehlte Kranzform legen
- 12 bis 15 Teigkugeln formen und diese in eine gefettete und gemehlte Auflaufform setzen (<- Buchteln)
- einen Brotlaib oder mehrere kleine Brötchen formen und diese frei geschoben backen
- wie in diesem Fall, 3 gleich große Stücke Teig abstechen, jedes zu einer langen Rolle formen und diese miteinander verflechten





Den Teigling abdecken und nochmal 30 Minuten gehen lassen. In der Zeit den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Eigelb mit einem Schluck Wasser, einer Prise Salz und einer Prise Zucker mischen.

Den Kranz mit dem Ei einpinseln und nach Lust und Laune evtl. mit Hagelzucker bestreuen. Jetzt 20 Minuten bei 200°C und dann nochmal 20 Minuten bei 170°C goldbraun backen. Meistens lege ich nach einer Viertelstunde ein Stück Alufolie auf den Kranz, damit er nicht zu braun wird. Das muss aber denke ich jeder mit seinem eigenen Ofen aushandeln! :)

Jetzt braucht´s nur noch ein Stück gute Butter und leckere Marmelade. Fertig! Obwohl...eigentlich brauch ich bei dem Ding gar nix. Und wenn keiner aufpasst...kill ich das ganze Teil auch alleine! :)




Mahlzeit!

11. April 2011

Endlich angegrillt - Pestobrötchen mit pesto asciutto

Bei wahnwitzigen 22 Grad gab es nu gestern kein Halten mehr!!!  

Grillkohle war noch da, schnell das schon im März marinierte Fleisch aus dem Gefrierschrank holen, Salat anmachen und ab auf die Terasse!!! Ich denke, damit waren wir gestern nicht allein! Und unser mitgrillender Freund S äußerte gleich noch nen Wunsch... 

Haben die Männer in eurer Umgebung eigentlich auch manchmal eine recht fragwürdige Ausdrucksweise? Er wollte: die komischen Dinger da, die so gedreht waren mit Nudelzeugs drin. 
Hat der ein Glück, dass ich diese Sprache mittlerweile annähernd beherrsche. :) Er meinte die hier:




Und klar konnte er die kriegen! Is ganz einfach; ähnlich wie meine Zwirbelbrotstangen. Nur verwende ich hier im Teig einen kleinen Anteil Roggenmehl, für den rustikaleren Touch. Und das "Nudelzeugs" besteht hier nicht aus der Pastagewürzmischung sondern aus einem 'pesto asciutto'. Das Rezept dafür hab ich vor über 10 Jahren nach tagelanger Quengelei von unseren Freunden aus Südtirol bekommen, da gibt es das immer mit Olivenöl gemischt zu Focaccia und Pasta.
Lustigerweise fand ich ein ähnliches Rezept kürzlich auch bei Steph. Scheint also tatsächlich allgemein beliebt zu sein!







Pesto asciutto

Zutaten für ein großes Glas

100 g gute getrocknete Tomaten
150 g geschälte Mandeln
60 g Pinienkerne
1 TL Salz 
1 TL gem. Pfeffer
2 EL Thymian, getrocknet
2 EL Basilikum, getrocknet
2 EL Oregano, getrocknet
1 TL Majoran, getrocknet
1 TL Rosenpaprika, mild
1 minikleine getrocknete Chilischote

Alle Zutaten in einen Blender (Küchenmaschine o. ä.) geben und zusammenhechseln. Nicht pulverisieren, es soll noch ein bißchen Biss haben. In einem gut verschließbaren Glas hält sich das wochenlang. Wenn´s nicht vorher aufgegessen wird. :) Wir essen das in Dips mit Frischkäse, Joghurt oder Sour Cream...einfach nur mit Olivenöl als Stippe für Brot oder als Pesto mit Pasta...in Nudelsoßen als Würze...als Brotfüllung...und, und, und... Leider hab ich kein Solo-Bild davon. Dafür müsste ich jetzt erst neues machen! :)
Pestobrötchen

Zutaten für ca. 12 Stück

400 g Mehl (am besten Typ 550)
100 g dunkles Roggenmehl
5 g (ein guter TL) Salz
1 Tütchen Trockenhefe
350 ml handwarmes Wasser

Die Zutaten mit dem Knethaken 5 Minuten lang gut durcharbeiten, bis der Teig Blasen wirft. An einem warmen Ort abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
Dann den Teig mit einer Teigkarte vorsichtig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Dort mit den Fingern ein grobes Rechteck formen ohne zu viel von der Luft aus dem Teig zu drücken. Nun 2 bis 3 EL von dem pesto asciutto mit gerade so viel Olivenöl vermischen, dass es streichfähig wird. Diese Paste nun auf dem Teig verteilen. Das geht am besten mit den Händen. 
Von der langen Seite her jetzt den Teig aufrollen und von dieser Rolle ca. 3 cm breite Streifen abschneiden. Mit jeder Hand ein Ende eines solchen Streifens fassen, einmal um die eigene Achse verdrehen, ganz leicht in die Länge ziehen und so auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, dass die offenen Seiten des Streifens je nach oben und unten zeigen (ich hätte beim backen besser Fotos gemacht...sorry).

Mit einem Küchentuch locker abdecken und den Ofen einschalten auf 200 °C Ober-/Unterhitze. In der Zeit die der Ofen braucht warm zu werden, dürfen die Brötchen nochmal gehen.
Wenn der Ofen heiß ist, brauchen die Brötchen auf der mittleren Schiene ca. 25 bis 30 Minuten bis sie goldbraun und knackig sind.




Mahlzeit!

22. März 2011

Brot-Zwirbel

Um den Frühling nu restlos zu locken haben Herr  V und ich gestern unsere Terasse sommerfit gemacht.
Hinter viel Prüll und Kram, der sich über den Winter da angesammelt hat, kam nach einer Weile auch unser Grill  zum Vorschein.
Herrn V´s Augen leuchteten kurz sehnsuchtsvoll und er fragte dann, ob der Metzger schon zu hätte... Hatte er natürlich. Leider. Ich hätte auch nix dagegen gehabt, den Frühlingsanfang ordentlich anzugrillen.




Während mein lieber Mann draußen noch ein wenig den Putzlappen schwang, kam ich auf die Idee, wenigstens ein bißchen von unserem üblichen Grillgeschmack an den Esstisch zu zaubern. Sozusagen als Vorgeschmack.
Diese Brotzwirbel sind wirklich kinderleicht herzustellen und sie sind unglaublich vielfältig! Von Pesto über Sesam, einfach nur Fleur de Sel, Haselnüsse, Zimt und Zucker und Schokolade hatte ich da schon alles drin!
Aber so richtig "grillig" schmecken sie uns am besten mit der hier schon erwähnten Pasta-Gewürzmischung, die ich mit ein wenig Olivenöl angerührt habe.
Im Sommer kann man sie schon am Mittag wunderbar vorbereiten und dann abends nur nochmal zum wieder-knusprig-werden auf den Grill schmeißen.






Zutaten für ca. 20 Stück

Teig
500 g Mehl
1 Paket Trockenhefe (oder natürlich frische, dann 1 Würfel)
1 TL Salz
350 ml lauwarmes Wasser

Füllung
2 EL Olivenöl
1 geh. EL Gewürzmischung

Für den Teig alle Zutaten mit den Knethaken vom Mixer ungefähr 5 Minuten gut durcharbeiten, bis der Teig blasen wirft. Dann abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Ich heize dafür beim Kneten schon immer meinen Ofen auf 50°C auf, stelle dann die Schüssel hinein, schalte den Ofen aus und stecke einen Holzlöffel in die Tür, damit es  nich zu warm wird.

Wenn der Teig sein Volumen ungefähr verdoppelt hat, gibt man ihn auf eine gemehlte Arbeitsfläche und drückt ihn behutsam mit den Fingern zu einem 1 cm dicken Rechteck. Nun kommt die wie auch immer geartete Füllung drauf. In unserem Fall gestern habe ich das Öl mit der Gewürzmischung verrührt und das ganze schön gleichmäßig (mit die Finger!!! :) ) auf der Teigplatte verteilt. Dann das rechte Drittel der Platte nach links zur Mitte hin falten. Das linke Drittel nach rechts darüberlegen und alles leicht andrücken.
Das Ganze um 90 Grad drehen und mit einem scharfen Messer ungefähr 1 cm breite Streifen abschneiden. Diese werden ein paarmal verzwirbelt und dürfen nochmal 10 Minuten gehen; bis der Ofen auf knackige 250 °C aufgeheitz ist. Ein Backblech sollte dabei schon in der unteren Schiene stecken.
Nu verfrachtet man die Zwirbelchen nur noch in den Ofen und sieht zu, wie sie innerhalb von ungefähr 10 Minuten goldbraun und knusprig werden.


So Frühling. Terasse sauber, halt dich ran jetzt! Wir wollen grillen!!!!! :)




21. Februar 2011

Popovers am Morgen - "popped over" to Weinprobe am Abend

Samstag musste es zum Frühstück schnell gehen. Zwei unserer besten Freunde hatten uns einen Ausflug an die Mosel mit Übernachtung und Weinprobe zur Hochzeit geschenkt.

Da Herr V und ich sowohl ausschlafen als auch rechtzeitig mittags zur Abfahrt fertig sein wollten, musste es zum Frühstück was sein, das sich schnell herstellen und auch essen lässt. Toast war alle, also hab ich die letzten zwei Eier zu Popovers verarbeitet. 
Gute Idee! Die hatten wir lange nicht, und der leichte Eiergeschmack passt immer hervorragend zum Frühstück! Quasi ein Brötchen-Rührei-2in1.




Ein Frühstück für 2 / 6 Popovers

100 g Mehl
1/2 TL Salz
2 Eier
240 ml Milch

Zunächst das Mehl mit dem Salz mischen und die Milch mit den Eiern gut verschlagen. Dann die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und am besten mit einem Schneebesen zügig verrühren. Aber nur so lange, bis alles gerade eben gemischt ist. Ein paar Bröckchen unverrührtes Mehl sind durchaus ein gutes Zeichen!




Den Teig in mit Papierförmchen oder Backpapier vorbereitete Muffinformen geben und im vorgeheizten Ofen erst 20 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze, dann nochmal 20 Minuten bei 190 °C goldbraun backen.
Mir schmecken sie am besten mit frischer Butter und Aprikosenmarmelade...




Kochen musste ich ja nun nicht mehr abends. 
Aber Herr V und ich mussten keinesfalls hungern!
Bevor wir uns mit den herrlichen Moselweinen des Ferienweingutes Becker die Abend- und Nachtstunden "versüßen" durften, gab es ein herrliches Pfannengericht... Die Bratkartoffeln waren ein Gedicht! (Memo an mich: Ich brauch unbedingt so ´ne Pfanne!!)




Die Familie Becker versteht es nicht nur auf Flüssignahrung, sondern auch auf alle anderen Arten der Gästebetreuung! Falls also mal jemand einen heißen Tip für ein schönes Wochenende braucht!? Tadaaa! :o)

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