23. Februar 2011

Guinnes-Meat-Pie

Der heutige Tag entpuppte sich überraschend als ein "Frei"tag. 
Das bescherte einerseits mir viel Extraküchenzeit...und dem Besitzerer unserer örtlichen Autowerkstatt ein paar hundert Euro mehr in der Kasse. 
Mein liebes kleines Auto hat mir gestern auf der Autobahn gezeigt, wie schnell ein Herz schlagen kann, wenn bei 140 Sachen auf der linken Spur plötzlich und ohne Vorwarnung der Motor stirbt. Bis nach Hause hat der Kleine mich noch gebracht, aber für einen Start zur Fahrt in die Werkstatt war er heute Morgen nicht mehr bereit. Gut, dass Abschleppwagen gibt.




So hatte ich aber wenigstens genug Zeit, für eine gute Freundin, die heute Abend zum Klönen kam, auch noch was leckeres zu essen zu zaubern.
Ein Gericht dafür war schnell gefunden; sie ist genauso großer - wenn nicht noch größerer - Englandfan wie ich und wir lieben beide die Englische Küche.
Seit meinem letzten Bummel duch die Kölner Innenstadt und in den English Shop steht eine Dose Guinness in unserem Kühlschrank. Is also ganz klar was ich gemacht hab! :o) Guinnes-Meat-Pie!!

Ein fast identisches Rezept wie das, das ich benutze gibt es von Jamie Oliver. Allerdings ist meins von der Mum einer Freundin aus Southampton. Damit haben wir uns schon als Jugendliche den Bauch voll geschlagen, und uns dann heimlich die Reste vom Bier hinterm Haus zum "Nachtisch" gegönnt. *räusper*



Zutaten für 2 bis 3 Esser

1 große Hand voll Champignons, grob gehackt
2 Möhren, gewürfelt
2 große Stangen Sellerie, gewürfelt
1 Zwiebeln, fein gehackt
1 Knoblauchzehe (aus Mangel an Auto kein Kauf möglich...daher getrocknete Knofi-Flakes)
1 Zweig Rosmarin
etwas Mehl
1 Ei
500 g Schmorfleisch oder Steakfleisch, auf Gulaschgröße gewürfelt
100 bis 150 g Cheddar, gerieben
1/2 Dose Guinness (gut 200 ml)
Blätterteig
Salz, Pfeffer
Butterschmalz zum braten




Der Ofen wird auf 190 °C vorgeheizt. In einem Bräter, der nachher auch in den Ofen kann - falls nicht vorhanden in einer Pfanne - die Zwiebeln in Butterschmalz anschwitzen. Dazu das ganze Gemüse geben und ein paar Minuten schmurgeln lassen. 
Alles in einer Schüssel zwischenparken und im Bräter noch etwas Butterschmalz erhitzen. Das Fleisch scharf anbraten und  mit Salz und Pfeffer würzen. Nun das Gemüse wieder dazu geben, alles gut durchmischen und ungefähr einen EL Mehl über das Ganze rieseln lassen. Gut verrühren. Der Rosmarinzweig wird einfach mit rein gelegt.
Nun das Wichtigste! Das Guinness zu der Mischung geben und mit Wasser auffüllen, bis alles ganz knapp bedeckt ist und einmal aufkochen lassen.

Den Bräter mit Deckel - oder, wenn in einer Pfanne gebraten wurde, in einer Auflaufform mit Deckel - für gute 2 Stunden in den Ofen schieben. Nach 1 Stunde mal durchrühren und in der letzten Stunde ab und an mal nachschauen, ob es nicht zu sehr zerfällt. Auf jeden Fall sollte das Fleisch am Ende so zart sein, als hätte man Gulasch gemacht und die Soße sollte dickflüssig sein. Falls sie noch zu dünn ist, einfach den Deckel entfernen und das Ganze noch eine Weile im Ofen lassen.

Nun mischt man die Hälfte vom Käse unter und gibt die Füllung in eine Pieform. Eine Auflaufform tut´s aber auch.



Jetzt kommt der Zeitpunkt an dem man das ganze Spiel für ein paar Stunden unterbrechen kann, wenn man das Gericht z. B. für abends vorbereitet so wie ich heute. In dem Fall wird bevor die Gäste kommen oder ca. 45 Minuten bevor man eben essen möchte der Ofen wieder auf 190 °C vorgeheizt. 
Dann die andere Hälfte vom Käse über die vorbereitete Pie-Füllung streuen und mit Blätterteig abdecken. Dabei den Teig leicht am Rand der Form festdrücken, damit´s schön dicht ist. Mit einem verschlagenen Ei bestreichen und nochmal für ca. 30 bis 40 Minuten in den Ofen, bis der Blätterteig schön aufgegangen und goldbraun ist.

Übrigens beim Leeren einer Dose Guinnes nicht über das klappernde Geräusch wundern das man hört, wenn das Bier raus ist. Beim ersten Mal als ich das vernahm dachte ich an eine Horrorgeschichte aus dem Fernsehen, wo jemand einen abgetrennten Finger in einer Coladose findet. :o) Es handelt sich hier aber um ein für alle Guinnessdosen übliches "floating widget". Es sorgt beim Öffnen dafür, dass sich der typische, dicke Schaum bildet. So, als hätte man´s frisch vom Fass gezapft!

Traditionellerweise gibt´s dazu Erbsen, aber weil ich nicht mehr einkaufen fahren konnte und ich nicht sooo arg auf Erbsen stehe, hab ich meine Freundin beauftragt, nen Salat mitzubringen. Schmeckt allemal genauso gut dazu. 


Kommentare:

Simone hat gesagt…

Oberdeftig und bestimmt oberlecker! Bei diesen winterlichen Temperaturen braucht man halt was Ordentliches im Magen ;-)!

Frau V hat gesagt…

Oh ja, das war wirklich oberlecker!!
Der Blätterteig ist zwar diesmal nicht wirklich hübsch aufgegangen, aber die Füllung ist immer wieder ein Knaller!

moey hat gesagt…

Mhhhhmmmm, das sieht echt super aus! Tolle Idee, auf sowas hab ich momentan bei dem Schmuddelwetter echt Lust!

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