31. März 2011

Bottermelchs-Bunnezupp

Warme Buttermilch mit Brechbohnen. Ich weiß. Bei dem Gedanken wurde mir auch erst ganz anders. Diese Reaktion ist vollkommen normal!
Von meiner Oma kannte ich nur die - von mir als Kind heiß geliebte - Buttermilchsuppe mit Backpflaumen. Aber die war süß. Da kann sich die Geschmacksknospenphantasie eher mit anfreunden.

Erst meine Schwiegermutter hat mich vor ein paar Jahren mit dieser Variante hier bekannt gemacht. Zuerst hab ich mich noch gesträubt, aber da diese Suppe eins der Lieblingsgerichte von Herrn V ist, hab ich ihm zuliebe mal probiert (Frauen tun sowas ja wenigstens, gell!?...).
Und was soll ich sagen!? Es war sooo lecker! Und so einfach und schnell gemacht, dass sie bei uns seitdem regelmäßig auf den Tisch kommt.




Ich weiß, die meisten werden jetzt mit gerümpfter Nase vorm Bildschirm sitzen und überlegen, ob sie schnell woanders hinklicken sollen. Aber ich rate jedem, der auch nur ein bißchen experementierfreudig ist und sowohl Buttermilch als auch Bohnen mag: Probiert´s aus! Wenn ihr Glück habt scheckt´s euch so gut wie mir und ihr habt ein schnelles Alltagsgericht mehr auf der "Was koch ich morgen"-Liste!

Da dieses Süppchen ein alter Rheinischer Dauerbrenner ist, passt es auch wunderbar zum diesmonatigem Kochtopf-Blogevent (Gastgeber ist diesmal der Edekaner).
Also ran:

Zutaten für 4 Hungrige
(oder für 2, dann ist das Essen für "morgen" auch schon gekocht!)

1 kg Buttermilch (2 große Becher)
1 kg Kartoffeln, mehlig kochend
1 kg Brechbohnen, TK (oder frische wenn sie grad Saison haben)
1 Becher Sahne
Salz & Pfeffer

Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und in gesalzenem Wasser weich kochen. In der Zwischenzeit die Bohnen (nach Packungsangabe) gar kochen. Allerdings nicht zu weich, sie sollten noch Biss haben.
Die gekochten Kartoffeln abgießen, einige große Stücke herausnehmen und über den Rest die Sahne gießen. Mit einem Kartoffelstampfer alles fein pürieren. Dann die Buttermilch einrühren und zum Schluss die Bohnen und die beiseite gelegten Kartoffelstücke wieder dazu geben.

Nun die Suppe mit Salz & Pfeffer abschmecken und auf "Esstemperatur" erhitzen. Auf keinen Fall sollte sie kochen!!! Denn dann gerinnt die Buttermilch und das gibt eine sauer-flockige Plörre, die keiner mehr essen möchte! Aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt´s gleich nochmal so gut!

Sollte jemand von euch so mutig sein, es zu versuchen...lasst mich wissen wie es war! :)
In diesem Sinne:

Losst et üch schmecke!



26. März 2011

Aus gegebenem Anlass: Spaghetti al Limone

Tanja von Tanja´s Cooking Corner veranstaltet ihr erstes Giveaway! 
100 regelmäßige Leser nach nur 2 Monaten ist phantastisch!! Ich arbeite da noch dran..... :)

Sie möchte gern die absoluten Lieblingsgerichte ihrer Leser kennenlernen. 
Soll sie. Gerne! 
Ich find die Idee in sofern prima als dass ich bis eben von meinem absoluten Lieblingsgericht noch keine Fotos hatte...und dementsprechend geradezu gezwungen war, mir ne große Schüssel davon zu kochen. DANKE TANJA!!! :)

Darf ich also vorstellen, mein absolutes Lieblings-Soulfood:




Spaghetti al Limone 
(hoch leben die Zitronenjunkies)
Zutaten für einen Hungrigen 
 (denn Herr V mag das (zum Glück) leider nicht)

250 g Spaghetti
30 ml Olivenöl
20 ml Sahne
1 geh. EL Crème Double
feiner Abrieb von 1 Zitrone
den Saft derselben
1 Hand voll (ca. 20 g) geriebenen Parmesan
ein paar EL vom Nudelwasser
Salz & Pfeffer


Die Nudeln in Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen. Kurz vor dem Abgießen ein wenig Nudelwasser abschöpfen. Dann die Nudeln in ein Sieb abgießen. 

Jetzt muss es schnell gehen, bevor die Nudeln zu sehr mit sich selbst verkleben: 
Öl, Sahne, Crème Double, Zitronenschale und die Hälfte vom Zitronensaft im noch heißen Topf verrühren und kurz aufkochen lassen. Dann die Nudeln wieder dazu geben und alles gut durchschwenken. Den Parmesan unterrühren und mit dem Rest Zitronensaft, dem Nudelwasser, Salz und Pfeffer abschmecken, bis das ganze nach dem persönlichen Geschmack zitronig genug, sähmig, cremig, nicht zu trocken und nicht zu sibschig ist.
Auf dem Teller dann noch einen Schwung Parmesan drüber streuen.




Da schmelz ich dahin und bin ausnahmsweise mal gar nicht traurig, dass Herr V die Nase rümpft wenn er sich vorstellt wie das wohl schmecken mag. :)
Jetzt bin ich gespannt was Tanja dazu sagt...und wann ich meinen 100. Leser feiern kann...! :)

Mahlzeit!

24. März 2011

Clafoutis aux Prunes

Kennt ihr das auch? Diese lustigen Zufälle... 
Wenn ich zum Beispiel wie eben die Küche aufräume...feststelle dass sich immernoch niemand dieser süßen kleinen Pflaumen erbarmt hat, die im Obstkorb vor sich hin reifen...und der nächste Blick auf den Rechner zeigt mir, dass Nicole von Baking Bites genau diese Pflaumen für ein Clafoutis-Rezept verarbeitet hat. Und schon frag ich mich, wofür ich die Küche aufgeräumt hab...hätt ich mir auch sparen können!




Fragt sich jemand, was zum Henker ein Clafoutis überhaupt ist?? :) Ich hab auch erst ein blödes Gesicht gemacht. Aber nach einem kurzen Blick ins Weltweitwundernetz und nach der ersten warmsüßsauerfruchtigsüßen Gabel kann ich jetzt berichten: Ein Clafoutis [gesprochen: klafuti] ist ein wunderbares Gebäck, das - nicht ganz Pfannkuchen, nicht ganz Auflauf, nicht ganz Pudding, nicht ganz Kuchen - gerne warm genossen wird, mit so ziemlich jedem Obst "gefüllt" werden kann und in 0,nix verputzt wird. 
Reste gab´s bei uns keine! :)


Zutaten für eine Form von 23cm (9 inch)
5 bis 7 reife Pflaumen
70 g Zucker (+ 1 EL zum drüberstreuen)
50 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
240 ml Milch
3 Eier Gr. L
1/2 TL Vanille-Extrakt
1/4 TL Mandelaroma


Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Pflaumen halbieren, entsteinen und mit der Schnittfläche nach oben in die leicht gefettete Form legen. Die Zutaten für den Teig mit einem Schneebesen verquirlen und über die Früchte gießen. Nun noch den EL Zucker drüberstreuen und ab in die Röhre. 
Bei 220°C 15 Minuten lang backen, dann die Temperatur auf 180°C runterdrehen und nochmal 25 bis 30 Minuten fertig backen.
Schmeckt wie gesagt am besten warm. Kalt schmeckt´s immernoch hervorragend! 
...30 Sekunden Mikrowelle wurden von Herrn V gerade getestet und für praktikabel befunden.


Wohlfühlessen - Fächerkartoffeln mit Thunfischdip

Ich bin ein großer Fan von Nigella Lawson. Stundenlang könnte ich  mir bei Youtube ihre Videos ansehen und ich arbeite mich zur Zeit mit wachsender Begeisterung durch ihren neuesten dicken Kochbuchwälzer (6 cm dick!!)

Eine Rezept-Kategorie die bei Nigella immer wieder auftaucht ist das sogenannte "Comfort Food" - Wohlfühlessen.
Gerichte, die einem nicht nur den Magen füllen, sondern ein warmes Kribbeln in den Bauch zaubern, einem ein gewisses zu-Hause-Gefühl geben. Zum Beispiel eine große Schüssel Vanillepudding mit Schokostreuseln, genossen unter einer kuscheligen Decke auf der Couch mit einem spannenden Buch auf dem Schoß. Oder eine Riesenportion Nudeln, nach der man so richtig schön vollgefressen und höchstzufrieden bei einem Glas Wein die Reste vom Parmesan zwischen den Zähnen hervorlutscht. :)





Eines unserer liebsten Wohlfühlessen sind Fächerkartoffeln mit Thunfischdip. Wieder ein Rezept von der Oma, die mich damit schon als Kind restlos begeistert hat! Und ich hab meinen Menne damit infiziert. Wenn er auf die "Was magste essen!"-Frage nich "Nudeln" sagt, dann sagt er meistens "Fächerkartoffeln".

Was ist mit euch?? Welches Essen versetzt euch in Wohlfühlstimmung? Ich bin gespannt! :)


Zutaten für 2 Hungrige

500 g Kartoffeln, mittelgroß, festkochend
2 EL Olivenöl
2-3 Zweige Rosmarin (oder ohne, oder andere Kräuter)
1 TL Salz


Dip
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
1 Becher Saure Sahne
1 Paket Frischkäse
1/2 TL Cayenne-Pfeffer
1 TL Paprikapulver, mild
Salz & Pfeffer





Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen, ein Backblech mit Backalufolie oder Backpapier auslegen, mit dem Öl bepinseln und das Salz und die gewünschten Kräuter darauf verteilen. Kartoffeln fächern und mit der Schnittfläche auf das Blech setzen. Das ganze für ca. 30 bis 40 Minuten auf mittlerer Schiene kross backen. Zwischendurch ab und zu mal mit einem Pinsel etwas von dem Olivenöl auf den Kartoffeln verstreichen.
Die Garzeit richtet sich da nach der Größe der Kartoffen, also gegen Ende öfter mal probieren.

Für das Fächern der Kartoffeln hab ich von der lieben Oma schon als Kind einen Trick gelernt. Normalerweise legt man die ganze Kartoffel auf einen Löffel und fächert sie so....damit hab ich in meinem Leben aber schon so manchen Löffel, ein Messer und meine Nerven ruiniert. Denn Kartoffeln sind ja nu von Natur aus nicht alle schön glatt so wie ein Ei. Deswegen schneidet man sie mit der Löffelmethode sehr gern mal durch. Und das nervt.
Die Oma sagte: Halbier die Kartoffeln und leg sie mit der Schnittfläche nach unten auf ein Schneidbrett. Jetzt legst du noch je ein Schneidbrett vor und hinter die Kartoffel und kannst sie mit einem Messer wunderbar einschneiden, ohne die einzelnen Scheibchen voneinander zu trennen.

Für den Dip den Thunfisch mit den Händen auspressen und mit den anderen Zutaten gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gewürztechnisch sind hier im Prinzip auch keine Grenzen gesetzt.



22. März 2011

Brot-Zwirbel

Um den Frühling nu restlos zu locken haben Herr  V und ich gestern unsere Terasse sommerfit gemacht.
Hinter viel Prüll und Kram, der sich über den Winter da angesammelt hat, kam nach einer Weile auch unser Grill  zum Vorschein.
Herrn V´s Augen leuchteten kurz sehnsuchtsvoll und er fragte dann, ob der Metzger schon zu hätte... Hatte er natürlich. Leider. Ich hätte auch nix dagegen gehabt, den Frühlingsanfang ordentlich anzugrillen.




Während mein lieber Mann draußen noch ein wenig den Putzlappen schwang, kam ich auf die Idee, wenigstens ein bißchen von unserem üblichen Grillgeschmack an den Esstisch zu zaubern. Sozusagen als Vorgeschmack.
Diese Brotzwirbel sind wirklich kinderleicht herzustellen und sie sind unglaublich vielfältig! Von Pesto über Sesam, einfach nur Fleur de Sel, Haselnüsse, Zimt und Zucker und Schokolade hatte ich da schon alles drin!
Aber so richtig "grillig" schmecken sie uns am besten mit der hier schon erwähnten Pasta-Gewürzmischung, die ich mit ein wenig Olivenöl angerührt habe.
Im Sommer kann man sie schon am Mittag wunderbar vorbereiten und dann abends nur nochmal zum wieder-knusprig-werden auf den Grill schmeißen.






Zutaten für ca. 20 Stück

Teig
500 g Mehl
1 Paket Trockenhefe (oder natürlich frische, dann 1 Würfel)
1 TL Salz
350 ml lauwarmes Wasser

Füllung
2 EL Olivenöl
1 geh. EL Gewürzmischung

Für den Teig alle Zutaten mit den Knethaken vom Mixer ungefähr 5 Minuten gut durcharbeiten, bis der Teig blasen wirft. Dann abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.

Ich heize dafür beim Kneten schon immer meinen Ofen auf 50°C auf, stelle dann die Schüssel hinein, schalte den Ofen aus und stecke einen Holzlöffel in die Tür, damit es  nich zu warm wird.

Wenn der Teig sein Volumen ungefähr verdoppelt hat, gibt man ihn auf eine gemehlte Arbeitsfläche und drückt ihn behutsam mit den Fingern zu einem 1 cm dicken Rechteck. Nun kommt die wie auch immer geartete Füllung drauf. In unserem Fall gestern habe ich das Öl mit der Gewürzmischung verrührt und das ganze schön gleichmäßig (mit die Finger!!! :) ) auf der Teigplatte verteilt. Dann das rechte Drittel der Platte nach links zur Mitte hin falten. Das linke Drittel nach rechts darüberlegen und alles leicht andrücken.
Das Ganze um 90 Grad drehen und mit einem scharfen Messer ungefähr 1 cm breite Streifen abschneiden. Diese werden ein paarmal verzwirbelt und dürfen nochmal 10 Minuten gehen; bis der Ofen auf knackige 250 °C aufgeheitz ist. Ein Backblech sollte dabei schon in der unteren Schiene stecken.
Nu verfrachtet man die Zwirbelchen nur noch in den Ofen und sieht zu, wie sie innerhalb von ungefähr 10 Minuten goldbraun und knusprig werden.


So Frühling. Terasse sauber, halt dich ran jetzt! Wir wollen grillen!!!!! :)




19. März 2011

Zitronen-Riesling-Gelee

Mein absoluter Hang zu Zitronen ist ja nun bekannt. Neulich sah ich irgendwo im Netz ein Rezept für eine Zitronenmarmelade aus ganzen, pürierten Zitronen. Da war ich schon wieder infiziert... Aber ich dachte, das wird wahrscheinlich ähnlich schmecken wie die typisch englische "marmelade", die aber eher bitter im Geschmack ist. Mag ich auch sehr gerne, aber mir stand der Sinn nach etwas frühlingshaft erfrischendem. Also hab ich etwas rumexperementiert.




Rike von Zuckersüß hat schon versucht, den Frühling mit Tiramisu zu locken. Ich setze hiermit nach und hoffe, dass wir es mit vereinten Kräften schaffen!

Das Gelee schmeckt herrlich frisch, nicht zu süß, nicht zu sauer. Für Zitronenmenschen genau das Richtige. Bei uns gab´s das heute zum Frühstück auf frischen Pancakes. Übrigens die besten, die ich je selbst produziert habe! *g* Das Rezept dafür folgt später noch.
Zutaten für 1 Glas Gelee

85 ml  Zitronensaft (bei mir war das eine Riesenzitrone, also eher 2 kleine bis mittlere)
die abgeriebene Schale der Zitrone(n)
140 ml Riesling, süß bis halbtrocken
150 g Gelierzucker 2:1

Alle Zutaten zusammen in einem Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten köcheln lassen. Dann sofort in ein kochend heiß ausgewaschenes Marmeladenglas füllen. Schon fertig! 

Das Verhältnis von Zitronensaft zu Wein (muss natürlich nicht zwingend ein Riesling sein) kann man nach seinem persönlichen Geschmack verändern. Nur die Gesamtflüssigkeitsmenge von 225 ml sollte bleiben, da sonst die Relation zum Zucker nicht mehr stimmt.

Bin gespannt, ob sich der Frühling davon locken lässt. 
Falls nicht, muss Rike nochmal ran! ;)


14. März 2011

Pasta mit unserer Lieblings-Ricotta-Tomatensauce

Ich finde ja, Essen schmeckt erst dann richtig gut, wenn man es mit anderen zusammen genießt. Erstens macht alleine essen dick, und zu zweit bleibt man nach dem Dessert dann ja auch nur selten noch mit einem Glas Wein am Tisch sitzen und erzählt sich den neuesten Klatsch und Tratsch. Und seien wir doch mal ehrlich, das wichtigste im Leben - gleich nach der Familie - sind doch die Freunde! Gerade mit Blick auf die furchtbare Katastrophe die gerade in Japan passiert finde ich, wir sollten unsere Freundschaften besser, öfter und viel mehr pflegen, sollten sie mehr schätzen und die Zeit mit all unseren Lieben bewußter genießen! 

Denn schon morgen könnte alles vorbei sein!





Umso schöner finde ich da immer diese spontanen Zusammenkünfte, bei denen man wie aus dem Nichts eine Hand voll Freunde mit am Tisch sitzen hat.
Als uns das zum letzten Mal vor ein paar Tagen passiert ist, hatte ich allerdings nicht wirkilch viel im Kühlschrank. Aber zum Glück haben wir die Zutaten für unsere Lieblingspastasoße immer in Massen vorrätig!
Das Rezept hab ich vor einiger Zeit (aus Mangel an einem fertigen Post) bei Steph in einen Kommentar geschrieben. Sie wollte wissen, wie ihre Leser so ihre Nudeln verspeisen. Schaut mal rein, das lohnt sich!!

Bei der Gelegenheit möchte ich hier auch mal einen Super-Tip los werden! Bei den Zutaten steht "Pastagewürzmischung". Damit ist allerdings nicht die aus dem Supermarktgewürzregal gemeint. Die geht natürlich auch, keine Frage! :o) Aber ich meine hier speziell die Pasta Gewürzzubereitung von "Zauber der Gewürze". Damit schmeckt garantiert jede Tomatensoße ein bißchen nach Urlaub. Die haben wunderbare Gewürzmischungen! Für Spaghetti mit Aglio-Olio-Peperoncino kommt Herr V sogar früher von der Arbeit (und das heißt schon was!).


Zutaten für 4 Hungrige

1 kg Pasta (ja, is viel...aber bei Nudeln kennen wir einfach kein Ende!)

1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 Zwiebeln, fein gehackt
1 EL Tomatenmark
2 geh. EL Pastagewürzmischung
3 kleine Dosen gestückelte Tomaten
150 g Ricotta
ggf. Salz und Pfeffer


In einem Topf Knoblauch und Zwiebeln in einem Schuss Olivenöl glasig dünsten. Das Tomatenmark dazu geben und kurz mit anschwitzen. Dann die Dosentomaten in den Topf geben. Pastagewürz dazu und das Ganze für ungefähr 10 Minuten bei mittlerer Hitze vor sich hin köcheln lassen.

In dieser Zeit werden die Nudeln nach Packungsangabe gekocht.

Wenn die Nudeln kurz vor fertig sind, den Soßentopf vom Herd nehmen und den Ricotta unterrühren und evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ab jetzt die Soße nicht mehr kochen lassen.

Nudeln abgießen und schnell servieren. Dazu geriebenen Parmesan und fertig ist ein Nudelgericht, in dem Herr V und ich uns wälzen könnten. :o)

10. März 2011

Ladies Afternoon mit Ricotta-Mandelkuchen und "wieTwix"-Tarte

Man kann ja die vielen leckeren Sachen nicht immer alle alleine essen!
Wie säh man denn da aus??!!

Zum Glück hab ich meine Ladies! Die helfen mir immer gern dabei, die vielen Kalorien zu vernichten! Gestern war so ein Kampftag.
4 Frauen vs. 2 Kuchen (gut...kleine Kuchen).
Wir waren klar in der Überzahl und haben einen glorreichen Sieg davongetragen! :o)
Aber unsere Gegner waren echt gut!! War also ein fairer Fight.

Die Kuchenfraktion lag eine ganze Weile in Führung, aber dann kam Herr V nach Hause und hat den Kampf entschieden! Kurz und schmerzlos.




Und hier die Gegner nochmal in voller Länge:

Ricotta Mandelkuchen
(Quelle: Buch "Step by Step Backen")

Zutaten

250 g gemahlene Mandeln
4 Eigelb
175 g Rohrzucker
1 TL Bittermandelaroma
250 g Ricotta

1 Prise Salz
4 Eiweiß




Den Ofen zunächst mal auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform normaler Größe einfetten, den Boden mit einem passend ausgeschnittenen Kreis Backpapier auslegen, diesen auch fetten und dann die Form mit Mehl ausstäuben.

Die 4 Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.

Alle übrigen Zutaten in einer Schüssel gut mischen (da reicht ein Schneebesen) und mit einem großen Löffel vorsichtig den Eischnee in 3 bis 4 Portionen unterheben.
Der Teig kommt dann schnellstmöglich in die Form und diese wiederum schnellstmöglich in den Ofen, wo der Kuchen 50 bis 60 Minuten bis zur goldbraunen Vollendung backen darf.

Zum Veredeln hab ich ein Tässchen Puderzucker mit einem Schluck Milch zu einem Guss verarbeitet (leider hab ich da keine Angaben, weil das bei mir immer nur frei Schnauze funktioniert) und zum Schluss ein paar gehackte kandierte Erdbeeren drübergestreuselt.




"wieTwix" Tarte




Zutaten für die Karamellcreme
(Quelle: Tartelette)

1 l Vollmilch
200 g Zucker
1/2 TL Natron

Die Zutaten in einem möglichst weiten Topf einmal aufkochen lassen (vorsicht, schäumt am Anfang stark). Dann bei mittlerer bis geringer Hitze langsam simmern, bis sich die Farbe auf Karamell ändert und die Konsistenz an Honig erinnert.
Das dauert je nach Topfgröße ca. 45 bis 60 Minuten, also Geduld! Es lohnt sich!!!

Zutaten für die Schokocreme
(Quelle: Tartelette)

140 g Zartbitterschokolade (je besser desto besser *g*)
1 Prise Salz
120 ml Schlagsahne

Schokolade und Salz in eine Schüssel geben. Sahne in einem Topf fast bis zum kochen bringen und dann über die Schokolade gießen. 5 Minuten einfach stehen lassen und mit einem Schneebesen rühren bis eine himmlische Ganache entsteht...

Zutaten für den Teig

250 g Mehl Typ 405
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und mindestens 1 Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank legen. Über Nacht geht auch wunderbar, weswegen sich dieser Teig hervorragend vorbereiten lässt.





Bauplan

Nun kommen wir zum spannenden Teil.
Der nach diesem Rezept gemachte Teigklumpen reicht mindestens für eine ganz große Tarte. Ich hab 2 kleine mit nem Durchmesser von 20 cm damit hergestellt und hab noch die Hälfte Teig übrig. (Die werd ich heute auch noch zu kleinen Tarteschalen verarbeiten und dann einfrieren) Leider lässt sich das Rezept wegen dem Ei nicht gut halbieren. Vielleicht, wenn man seeeehr kleine Eier zur Hand hat... :o)

Jedenfalls, habe ich den Teigklumpen geviertelt und für meine beiden Formen je ein Viertel dünn ausgerollt. Mit ein bißchen Geschick rollt man am besten die Teigplatte vorsichtig auf das Nudelholz auf, legt sie über die Tarteform und drückt sanft den Rand fest, damit er beim Backen nicht abschmiert. Dann einmal mit dem Nudelholz über den Formrand rollen, so fällt der überschüssige Rest einfach ab.
Auf den Boden legt man dann ein rundes Stück Backpapier und darauf Hülsenfrüchte - z. B. Erbsen - zum blind backen. Das geschieht im vorgeheizten Ofen bei 180°C und 18 Minuten lang.
Nach dieser Zeit holt man die Form raus, schüttet die Erbsen ab, entfernt das Papier und lässt die Schönheiten nochmal 5 Minuten weiterbacken. Wenn sie goldbraun sind, sind sie fertig.

Dieser Teig ist ne Wucht!! Mir war Tarteteig bis dato immer zu fettig und auch oft zu bröselig. Aber wie Steph in ihrem Blog schon beschreibt, ist dieser hier sehr knusprig und erinnert eher an Kekse.

Statt die Formen einzufetten, kleide ich meine übrigens immer mit Backalufolie aus. Das geht wunderbar und die fertigen Tarteschalen lassen sich damit ohne zu zerbrechen ganz leicht rausheben.

Nun die Karamellcreme auf die Böden geben und gleichmäßig verstreichen. Damit die Schokoladencreme sich später nicht mit dieser Schicht vermischt, gibt man die Tartes jetzt besser für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

Dann die Schokoladencreme draufgießen, die verteilt sich wenn sie noch warm genug ist von selbst.

Fertig!

Jetzt noch für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wenn´s wie bei mir gestern schnell gehen muss, reicht auch 1 Stunde im Gefrierfach.






Als Herr V später am Abend gefragt wurde, wie´s ihm geschmeckt hat war er ganz Mann und hat die Frage natürlich nicht mit "gut", "geht so" oder "nich so gut" beantwortet.
Alles was ich bekam war ein noch mit vollem Mund genuscheltes "wieTwix" und damit verschwand er in der Küche um die letzten Krümel vom Teller zu retten. :o)

6. März 2011

Frühstücks-Scones und ein neuer Hausfreund

Gestern ist der "Neue" bei uns eingezogen!

Es ist doch faszinierend dass einem die Unzulänglichkeiten eines alten Gegenstandes erst dann richtig und in voller Anzahl bewußt werden, wenn man ihn ersetzt und das Leben auf einmal so viel leichter wird! :-)

Im Vergleich mit meinem neuen Backofen war der alte einfach nur langsam, unzuverlässig, ungenau und wahrscheinlich auch recht verschwenderisch an Strom.
Aber ab heute wird alles anders! *g*



Für den ersten Test gab´s heute Haferflocken-Apfel-Scones zum Frühstück. Wir brauchten für den örtlichen Karnevalsumzug und die da inbegriffene Flüssignahrung eine solide Grundlage.
Das Rezept ist aus einem der Backbücher von Cynthia Barcomi. Ich hab lediglich den Zucker etwas reduziert und die angegebenen Korinten bzw. Rosinen weggelassen, weil ich das nicht so gern mag.

Die leckeren Sattmacher gab´s mit frischer Butter und Hagebuttenmarmelade.



 Zutaten für 8 Scones

60 ml kalte Milch
1 Ei
1 TL Rübenkraut (Grafschafter Goldsaft)

280 g Mehl
100 g Haferflocken (die kernigen)
45 g Zucker
2,5 TL Backpulver
0,5 TL Salz
1 TL Vanille-Extrakt
125 g kalte Butter

1 Apfel, klein gewürfelt



Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Alle trockenen Zutaten mischen und mit den Händen zügig die kalte Butter einkneten, bis alles aussieht wie feuchter Sand.
Dann die nassen Zutaten verquirlen und alles mit einem Schneebesen oder Holzlöffel nur kurz verrühren. Nicht zu lange, weil´s sonst patschig wird beim Backen.
Noch schnell die Apfelstücke unterkneten und das ganze auf eine gut gemehlte Arbeitsfläche kippen. Den Teig formt man zu einer ca. 2 cm dicken Scheibe mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Von oben auch gut mehlen und mit einem Messer den so entstandenen "Kuchen" in 8 gleich große Stücke schneiden (man kann natürlich auch Quadrate formen oder Kreise ausstechen, wie man mag).
Diese Teilchen hebt man vorsichtig (sie sind leicht bröselig) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bäckt sie in ungefähr 18 Minuten zu wunderbar duftenden Frühstückchen.



3. März 2011

Ofenfreie Woche: Shakshouka

Die meisten Sachen, die ich mir über die Woche bastle wenn ich Hunger kriege, kommen aus dem Backofen ... Scones ... Lasagne ... Brot ... Cupcakes ... Brötchen ... *seufz*
Nu geht das ja aber nicht, bis ich endlich ein neues Baby in der Küche stehen hab, also musste für den schnellen Hunger was vom Herd her. Eine gute Gelegenheit, mal wieder einen Punkt von meiner Rezepte-Warteliste zu streichen. 




Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen einen Film gesehen, in dem eine Jüdische Großfamilie am Mittagstisch sich wie Bolle über einen großen Topf "Shakshouka" gefreut hat. Sowas reizt mich dann immer gleich. Also ab ins Netz und nachgeschaut, was das überhaupt ist.
Ich hab herausgefunden, dass es wohl ursprünglich aus Tunesien kommt, und von dort aus nach Israel gelangte, weswegen viele Leute es mittlerweile hauptsächlich als typisch Jüdisches Gericht kennen. Die Hauptzutaten dabei sind Paprikas und Eier.

Nachdem es im Internet eine unglaubliche Vielzahl von Rezepten dafür gibt, und ich sowieso keine frischen Paprika da hatte, hab ich mein persönliches Shakshouka-Rezept einfach improvisiert und es war echt gut! Eine herzhafte, sättigende und - wenn einem wie mir der Cayenne-Pfeffer ausrutscht - scharfe Sache!


Zutaten für einen Hungrigen

1 kleine Dose pürierte oder geschälte Tomaten
1 kleines Glas eingelegte Paprika (oder eben 1 frische)
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
Cayenne-Pfeffer
Salz
Kreuzkümmel
1 bis 2 Eier, je nach Hunger
ca. 50 g Feta



Die Zubereitung geht ratzfatz, das macht das Gericht noch sympathischer!
Die eingelegten Paprika etwas klein schneiden. Meine waren sehr weich und sind beim Kochen von selbst zerfallen. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, den Knoblauch fein hacken und beides mit der Paprika in etwas Olivenöl andünsten. Dann die Tomaten dazu, salzen, cayennepfeffern und den Kreuzkümmel je nach Geschmack dazu geben. Ich liebe Kreuzkümmel, deswegen hab ich ungefähr nen halben TL auf die kleine Menge Tomaten gepackt. Das ist natürlich Geschmackssache!

Nun dieses Süppchen ein paar Minuten kochen lassen, damit es etwas dicker wird.
Dann das Ei bzw. die Eier vorsichtig aufschlagen und auf die Suppenoberfläche gleiten lassen. Damit´s keine Schalenkrümel im Essen gibt, habe ich mein Ei erst in eine Tasse flutschen lassen.

Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie man seine Eier mag. Herr V hätte das ganze wahrscheinlich schon nach 3 Minuten gegessen...aber für mich müssen Eier immer "gut durch" sein, also hab ich das gute Stück nachdem es auf der Oberfläche gestockt war, zum Komplettgaren auch nochmal umgedreht.
Wenn das Ei die gewünschte Konsistenz hat ist der/die/das (?) Shakshouka fertig.

Zum Schluss kommt pro Teller noch eine kleine Hand voll zerbröseltem Feta-Käse drüber.

Und Fertig!


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